Der Landesschülerrat Brandenburg spricht sich entschieden gegen die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht sowie gegen die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht aus. Eine verpflichtende Heranziehung junger Menschen zu militärischen oder zivilen Diensten widerspricht grundlegenden Prinzipien der Selbstbestimmung und individuellen Lebensplanung.
Es ist von besonderer Bedeutung, dass Schüler*innen ihre Zukunft aktiv gestalten und eigene Entscheidungen über ihren Bildungs- und Berufsweg treffen können. Eine staatlich verordnete Dienstpflicht würde diese Möglichkeiten erheblich einschränken und junge Menschen in einer prägenden Phase ihres Lebens unnötig ausbremsen.
Der akute Personalmehrbedarf im zivilen wie im militärischen Bereich sollte nicht durch eine Zwangsverpflichtung von Jugendlichen gedeckt werden. Stattdessen müssen diese Berufe attraktiver gestaltet werden – durch eine bessere Vergütung, verbesserte Arbeitsbedingungen. Nur so lassen sich langfristig qualifizierte Fachkräfte gewinnen, die sich aus freiem Willen für eine solche Laufbahn entscheiden. Zudem hätte eine allgemeine Dienstpflicht gravierende Folgen für den Arbeitsmarkt. Wenn ein gesamter Jahrgang für ein Jahr dem regulären Arbeitsmarkt entzogen wird, könnten Unternehmen in verschiedenen Branchen mit einem deutlichen Nachwuchsmangel konfrontiert werden.
„Statt junge Menschen zu verpflichten, müssen wir Anreize schaffen, damit sie sich freiwillig engagieren. Eine Zwangsmaßnahme kann keine nachhaltige Lösung sein“, betont der Landesschülersprecher Stefan Tarnow.
Eine aufgezwungene Dienstverpflichtung ist nicht zeitgemäß. Der Landesschülerrat Brandenburg fordert die politischen Entscheidungsträger*innen daher nachdrücklich auf, von einer Wiedereinsetzung der Wehrpflicht oder der Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht abzusehen und fordert das Land Brandenburg auf, sich im Bundesrat aktiv und entschieden gegen die Wiedereinführung einer Wehr- oder Dienstpflicht einzusetzen.

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